General Electrics bald mit holographischer 500 GB Disc?

General Electrics wird im nächsten Monat die  Entwicklung eines holografischen Massenspeichers der Öffentlichkeit vorstellen werde. Das berichtete die NYTimes in ihrer Onlineausgabe. GE selbst spricht von einem entscheidenden Durchbruch in der Entwicklungsarbeit. Zwar arbeitet der Speicher zur Zeit noch unter Laborbedingungen, die Forscher scheinen aber nun einen entscheidenden Schritt in Richtung auf die Produktionsreife getan zu haben.

Holografien sind fotografische Aufnahmen, die eine räumliche Betrachtung des abgelichteten Objekts ermöglichen. Dabei bestehen die gespeicherten Bildinformationen aus den Überlagerungen des vom Objekt reflektierten Lichtes mit den Lichtstrahlen einer Referenz-Lichtquelle. Hierbei können sehr große Datenmengen gespeichert werden.

GE will in Zukunft holografische Discs auf der Basis kleiner microholografischer Speicher mit Hologrammen geringer Komplexität bauen. Dabei sollen die Kosten pro GB bei etwa 10 cent liegen. Verkauft werden sollen die Discs zunächst an Medienunternehmen mit entsprechendem Bedarf an Speichermedien mit hoher Kapazität.

Face Mining: Wovon 'Big Brother' nur träumen konnte

Auf der Webseite facemining.pittpatt.com kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, was automatische Gesichtserkennung und -verfolgung heute unter nahezu realen Bedingungen bereits zu leisten vermag.

Die Software ist in der Lage, in Filmszenen vom insgesamt 67 Star Treck Episoden bestimmte Charaktere aufzufinden. Damit nicht genug, erstellt das Programm in einem automatisierten Prozess Auszüge von Erscheinungshäufigkeiten und andere Profile.

Im Moment ist das Programm noch auf frontale Aufnahmen von Gesichtern
angewiesen. An der Verarbeitung von seitlichen Aufnahmen soll in nächster Zukunft gearbeitet werden.

Entwickelt wurde PittPatt von einem dreiköpfigen Forscherteam der Carnegie Mellon University auf der Grundlage einer zehnjährigen Forschungsarbeit.

Das unterhaltsame Demo zeigt, in welche Richtung moderne Überwachungstechnik geht. Das Face Mining Konzept wäre heute bereits in der Lage, automatisiert Personen auf Videoaufzeichnungen zu identifizieren, zu verfolgen und so Bewegungsprotokolle zu erstellen. Auch Umfang und die Häufigkeit persönlicher Kontakte wären genau nachzuvollziehen.

Ein Personentracking in Videoaufzeichnungen wäre ein weiterer Schritt hin zu einem Überwachungsstaat, wie ihn so mancher Politiker wohl lieber heute als morgen verwirklicht sähe.

Google Analytics API für alle

Seit Dienstag stellt Google die Analytics API allen Nutzern zur Verfügung. Entwickler können darüber Daten aus Google Analytics in andere Programme übernehmen. Damit wird es für viele Anwender künftig einfacher, auf vorhandene Analytics Daten zuzugreifen und diese für eigene Geschäftsprozesse zu nutzen.

Alle Daten, die bisher über das Analytics Web Interface  abrufbar waren, können nun über die API angefordert werden. Der Zugriff geschieht über HTTP in XML.

Linuxprogramme unter Windows nutzen

Wer auf geliebte Linuxprogramme auch unter Windows 2000 /XP /2003 /Vista nicht verzichten möchte, dem wird geholfen. andLinux ist ein komplettes Ubuntu Linux System, dass sich nahtlos in die Windowsumgebung einfügt.

andLinux basiert auf coLinux, einer Portierung des Linuxkernels auf Windowssysteme, die es ermöglicht, Linux ohne Virtualisierung einer eigenen Umgebung neben Windows laufen zu lassen. Unter andLinux laufen fast alle Linux Applikationen ohne Änderungen.

Die Konfiguration des Linuxsystems nimmt der Installer bei der Installation vor. Danach erscheint ein zweites Panel oder ein zweites Startmenü auf dem Desktop, worüber die Linuxprogramme gestartet werden. Linux und Windowsprogramme lassen sich simultan nutzen. Texte können zwischen den Anwendungen durch copy & paste ausgetauscht werden. Der Programmumfang bei der Installation ist eher bescheiden. Weitere Linuxprogramme lassen sich aber, wie üblich, über apt / Synaptic installieren.

Wer allerdings andLinux in einer Mehrbenutzer-Umgebung verwendet, sollte bedenken, dass die Kommunikation mit dem X-Server oder dem Launcher nicht sicher ist. Jeder der Zugriff auf die Windows-Umgebung hat, kann andLinux benutzen.

Auch die Berechnung aufwendiger Echtzeit Grafiken, wie sie in vielen 3D-Spielen genutzt wird, ist unter andLinux nicht zu empfehlen. Auch mit openGL kann es unter Umständen Probleme geben.

Da andLinux alle seine Prozesse in einem Windows-Prozess kapselt, kann es auf einem System mit multi-core Prozessor nur einen core nutzen.

Im Augenblick werden nur 32-bit-Systeme unterstützt. Arbeitspeicher sollte genug vorhanden sein, wenigstens 128 MB für Windows 2000 /XP /2003, mindestens 512 MB für Vista und 128 MB  für andLinux.

Auf der Festplatte benötigt eine Installation 2,5 GB (XFCE) oder 4,5 GB (KDE) . Wichtig ist, dass die Partitionen mit NTFS formatiert sind, da unter FAT die Dateigröße auf 2 GB beschränkt ist.

Verlorener Firmen-Laptop kostet 50.000 $

Nach einer von Intel in Auftrag gegebenen Studie, kostet ein einziger verlorener Laptop einer Firma im Schnitt etwa 50.000 $. Der Betrag setzt sich zusammen aus den Kosten für die Wiederbeschaffung, den Daten- und Produktivitätsverlust, die Recherchearbeit und weiteren Aufwendungen .

Der Datenverlust kommt den Firmen laut Studie dabei am teuersten. Rund 80% der Gesamtkosten entfallen darauf. Die Höhe des Verlustes hängt auch unmittelbar von der Position des Nutzers ab, was nicht verwundert, da im allgemeinen Manager und Direktoren über mehr interne und umfangreichere Informationen verfügen (sollten) als die Mitarbeiter.

Interessant ist auch die Bewertung von unverschlüsselten und verschlüsselten Maschinen. Bei letzteren fällt der Verlust nur um etwa ein Drittel niedriger aus. Der relativ geringe Unterschied sei auf nicht korrekt installierter Verschlüsselung zurückzuführen, sagt die Studie.

Die Studie gibt’s hier. (englisch)